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Marder im Jahresverlauf: Wann es im Dach besonders laut wird

Stand: 07.10.2026 · 4 Minuten Lesezeit

Kurz gesagt

Wann sind Marder im Dach besonders aktiv?

Am lautesten wird es nach Angaben der Berliner Senatsverwaltung von April bis September: im Frühjahr mit den Jungtieren, im Sommer zur Paarungszeit. Die Jungen kommen im März, seltener im April zur Welt und bleiben bis etwa Juni im Versteck, im Winter nutzen Marder gern die Dächer bewohnter, beheizter Häuser. Zugänge werden deshalb erst verschlossen, wenn sicher kein Tier mehr im Dach ist.

Im Winter war es ruhig, dann geht es im April los: Es tappt und rumpelt über der Decke, und im Juli kommt nachts schrilles Kreischen dazu. Das hat einen Grund, denn der Steinmarder hat einen festen Jahresrhythmus.

Dieser Beitrag zeigt, was der Marder in welcher Jahreszeit tut und woran Sie das im Dach bemerken. Die einzige Folgerung daraus ist eine bauliche: Zugänge werden erst verschlossen, wenn sicher kein Tier mehr im Dach ist.

Wann ist es im Dach am lautesten?

Von April bis September. In diesem Zeitraum treten nach Angaben der Berliner Senatsverwaltung besonders häufig Lärmstörungen auf, zuerst während der Aufzucht der Jungen, später zur Paarungszeit. Der NABU Berlin beschreibt die Zeit von Mai bis Juli als die Phase, in der die Tiere hochaktiv sind.

Steinmarder sind überwiegend nachtaktiv. Während der Paarungszeit und der Jungenaufzucht verlassen sie ihr Versteck aber auch am Tag, das schreiben die Berliner Senatsverwaltung und der NABU Schleswig-Holstein. Geräusche am Nachmittag sprechen im Sommer also nicht gegen einen Marder. Wie sich Marder, Ratten und Mäuse am Geräusch unterscheiden, lesen Sie im Beitrag Geräusche im Dach.

Was passiert beim Marder im Jahresverlauf?

Das Jahr lässt sich in 4 Abschnitte teilen: Geburt und Aufzucht im Frühjahr, Paarung im Sommer, Abwanderung der Jungen im Herbst und eine ruhigere Zeit im Winter. Die Quellen weichen im Detail um einige Wochen ab, das Grundmuster ist dasselbe.

Zeitraum Was beim Marder passiert Was Sie im Dach bemerken Was das für den Verschluss heißt
März bis April Geburt von meist 2 bis 4 Jungen ein Tier, das regelmäßig an dieselbe Stelle zurückkehrt nicht verschließen, Jungtiere können im Versteck sein
Mai bis Juni Jungtiere verlassen erstmals das Nest Tappen, Rumpeln, Spielgeräusche, auch tagsüber nicht verschließen, die Familie bleibt bis etwa Juni im Versteck
Juni bis August Paarungszeit, Jungtiere erreichen die Größe der Alttiere Kreischen, Fauchen, Unruhe, auch tagsüber erst prüfen lassen, ob noch Jungtiere im Dach sind
September bis November Jungtiere wandern ab Geräusche werden seltener günstige Zeit, wenn kein Tier mehr im Dach ist
Dezember bis Februar Marder nutzen bevorzugt Dächer bewohnter, beheizter Häuser Geräusche spät abends und früh morgens nicht lange warten, solange keine Jungen zu erwarten sind

Quellen der Zeiträume: Berliner Senatsverwaltung, NABU Berlin und Luxemburger Forstverwaltung.

Was passiert im Frühjahr und Sommer?

Im Frühjahr kommen die Jungen zur Welt, meist im März, seltener im April, und das Weibchen bleibt mit ihnen über Wochen am selben Ort. Im Sommer folgt die Paarungszeit, in der die Tiere unruhig, laut und auch tagsüber unterwegs sind.

Die Jungen sind Nesthocker und öffnen die Augen nach Angaben des NABU Berlin erst nach 35 Tagen. Das Nest verlassen sie nach derselben Quelle ab der 9. Lebenswoche, laut Luxemburger Forstverwaltung Ende Mai oder Anfang Juni. Hat sich das Weibchen auf ein Quartier festgelegt, bleibt die Familie nach derselben Quelle bis Juni im gleichen Versteck. Beim Spiel der Jungmarder kann es unter dem Dach laut werden.

Die Paarungszeit liegt nach Angaben der Berliner Senatsverwaltung zwischen Ende Juni und Mitte August. Typisch sind dann hohes Keckern, Knurren, Fauchen und ein schrilles Kreischen, so der NABU Berlin. Ab Juli oder August haben die Jungen die Größe der Alttiere erreicht, im Dach können also mehrere Tiere gleichzeitig unterwegs sein.

Was passiert im Herbst und Winter?

Im Herbst verlassen die Jungtiere das Revier der Mutter, im Winter wird es ruhiger, aber nicht unbedingt still. Gerade bewohnte, beheizte Häuser sind dann als Quartier gefragt.

Die Luxemburger Forstverwaltung hat Steinmarder in Ortschaften mit Sendern begleitet. Über das Jahr nutzten sie am häufigsten unbewohnte Gebäude wie Garagen und Schuppen, im Winter aber bevorzugt die Dächer bewohnter Häuser, wegen Dämmung und Heizung.

Auch der Tagesrhythmus verschiebt sich. In derselben Studie verließen die Marder ihr Versteck im Sommer im Mittel rund 1,5 Stunden nach Sonnenuntergang, im Winter erst 6 Stunden danach. Im Winter hören Sie den Marder deshalb eher spät abends und in den frühen Morgenstunden.

Was folgt daraus für das Verschließen der Zugänge?

Zugänge werden erst verschlossen, wenn sicher kein Tier mehr im Dach ist. Im Frühjahr und Frühsommer können Jungtiere im Versteck sein, die von außen nicht zu sehen sind. Ob das so ist, klärt der Fachbetrieb, bevor verschlossen wird.

Die Berliner Senatsverwaltung rät, von März bis Juni grundsätzlich nicht auszusperren, weil sonst eine Mutter von ihren Jungen getrennt werden kann. Der NABU Berlin nennt für die Jungenaufzucht März bis Juli.

  • Melden Sie sich früh. Die Luxemburger Forstverwaltung rät, bei Geräuschen im Herbst und Winter nicht lange zu warten, weil ab März Junge geboren werden.
  • Schließen Sie nichts auf Verdacht. Ein eingesperrtes Tier richtet nach Angaben des NABU Berlin beim Befreien größere Schäden an. Wo es hineinkommt, beschreibt der Beitrag Wie kommt der Marder ins Dach?.
  • Nutzen Sie die Wartezeit. Befund, Fotos und Planung können schon stehen, dann geht es zügig weiter, sobald kein Tier mehr im Dach ist.

Beim Schadencheck werden Dach, Dachboden und Fassade begangen, und Sie bekommen einen schriftlichen Befund, auch dazu, wann der Verschluss sinnvoll ist. Welche Stellen danach verschlossen werden, zeigt der Beitrag Marderschutz am Dach. Alle Anzeichen im Überblick finden Sie unter Marder im Dach erkennen.

Häufige Fragen

Warum höre ich den Marder im Sommer auch tagsüber?

Steinmarder sind überwiegend nachtaktiv. Während der Paarungszeit und der Jungenaufzucht verlassen sie ihr Versteck aber auch am Tag, das beschreiben die Berliner Senatsverwaltung und der NABU Schleswig-Holstein. Der NABU Berlin nennt für die Zeit von Mai bis Juli eine besonders hohe Aktivität.

Wann bekommt der Marder Junge?

Die Jungen kommen meist im März zur Welt, seltener im April. Die Luxemburger Forstverwaltung nennt den Zeitraum von Anfang März bis Mitte April. Je nach Quelle sind es 2 bis 4 Junge, im Durchschnitt etwa 3.

Kann der Marder im Winter im Dach sein?

Ja. In einer Studie der Luxemburger Forstverwaltung nutzten Steinmarder über das Jahr vor allem unbewohnte Gebäude, im Winter aber bevorzugt die Dächer bewohnter Häuser. Gut gedämmte, beheizte Häuser bieten dann ein warmes Versteck.

Wann ist der beste Zeitpunkt, die Zugänge verschließen zu lassen?

Wenn sicher ist, dass kein Tier mehr im Dach ist. Die Berliner Senatsverwaltung rät, von März bis Juni grundsätzlich nicht auszusperren, weil Jungtiere im Versteck sein können, die Luxemburger Forstverwaltung empfiehlt, bei Geräuschen im Herbst und Winter nicht lange zu warten. Ob im Einzelfall Tiere im Dach sind, klärt der Fachbetrieb vor dem Verschluss.

Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine Beratung im Einzelfall. Für Vollständigkeit und Aktualität übernehmen wir keine Gewähr. Bei gesundheitlichen Fragen wenden Sie sich an Ihre Hausarztpraxis oder das Gesundheitsamt, bei rechtlichen Fragen an eine Anwältin oder einen Anwalt.

Quellen

  1. Wildtiere im Stadtgebiet: Der Steinmarder, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Berlin, bereitgestellt vom Umweltbundesamt, abgerufen am 07.10.2026
  2. Steinmarder in Berlin, NABU Landesverband Berlin e.V., abgerufen am 07.10.2026
  3. Steinmarder in Luxemburg, Forstverwaltung Luxemburg, abgerufen am 07.10.2026
  4. Der Steinmarder, NABU Landesverband Schleswig-Holstein e.V., abgerufen am 07.10.2026

Erstellt mit KI-Unterstützung, redaktionell verantwortet von Niklas Hölscher.

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